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Pressestimmen
Berliner Abendblatt
7. Juni 2000
Viktoria-Luise-Platz wird am 9.
Juni hundert Jahre alt
Zum Jubiläumsfest leuchtet der Brunnen
Schöneberg. Was hat Prinzessin Caroline von Monaco mit
Schöneberg zu tun? Sie hat den Herzog Ernst-August von
Braunschweig-Lüneburg geheiratet, den Enkel der Prinzessin
Viktoria Luise. Nach ihr, der einzigen Tochter Kaiser Wilhelm II.,
ist die optisch ansprechendste Ecke Schönebergs benannt: der
Viktoria-Luise-Platz. Am 9. Juni ist Jubiläum - vor genau 100 Jahren
wurde mit viel Pomp und Prunk die Einweihung gefeiert.
Gustav Haberland, Generaldirektor der Berlinischen
Boden-Gesellschaft, die im
damals noch unbebauten Terrain um den Viktoria-Luise-Platz Grundstücke
besaß, und die sämtliche Kosten der neuen Anlage trug, schreibt in
seinem Buch
"Aus meinem Leben" (1931): "Das war eines der schönsten
Feste, das die
Berlinische Boden-Gesellschaft veranstaltet hat. Während des Essens in
einem
benachbarten Restaurant wurde der Platz mit mehreren tausend
elektrischen
Lämpchen festlich illuminiert. Auf dem Platz selbst war ein
Springbrunnen gebaut,
der des abends als ,fontaine lumineuse' weithin sichtbar
erstrahlte." Heute heißt die
Fontäne offiziell Jet d'eau - wörtlich "Wasserstrahl" - was
auch kaum jemand weiß.
Am 9. Juni haben Anwohner und Geschäftsleute etwas Besonderes geplant:
Der Brunnen soll nach altem Vorbild während der Dunkelheit von
Scheinwerfern
angestrahlt werden - zur Feier des Tages bis um Mitternacht. Dazu gibt's
Klezmer-
musik
mit der Band Harry's Freilach. Tagsüber können Besucher historische
Fotos
in der Auslage
der Kopernikus-Apotheke betrachten, Foto-Meyer präsentiert Spiel
und
Spaß für Kinder,
der seit 1902 am Platz ansässige Lette-Verein mischt beim
Festtreiben
mit, und in der Kirche
zum Heilsbronnen wird in der Messe am Sonnabend
eine Ansprache zum Jubiläumstag
gehalten.
Damit sich der Platz zum Fest in entsprechendem Outfit präsentieren
kann, hat das
Schöneberger
Gartenbauamt die Grünfläche rund um den Brunnen mit vielen neuen
Blumen bestückt. Und Klaus
von Krosigk, Leiter des Amtes für Landesgartendenkmal-
pflege, veranlasste die Säuberung der von
Graffiti verunzierten Kolonnaden. Der erste
Versuch dazu im vergangenen
Jahr schlug fehl: Dieter Binger, Malermeister aus
Spandau, erklärte
sich zwar dazu bereit, die Sandsteinsäulen zu reinigen, hatte aber
keinen Erfolg. Jetzt wurden die Schmierereien per Laser entfernt. Danach
erhielten
die Kolonnaden einen Schutzüberzug, neue
"Bemalungen" sind leicht zu entfernen -
dafür hat Binger die
Patenschaft übernommen. um
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