motzbuch - der Buchladen in Schöneberg

 

motzbuch-edition:

Viktoria-Luise-Platz

Nollendorfplatz

Tiergarten

Winterfeldtplatz

Sagen

Motzstraße 32   10777 Berlin  

Email
info@motzbuch.de

Tel/Fax
030 - 211 59 58

Mo - Fr
10.30 - 15.00 Uhr
16.00 - 19.00 Uhr

Sa
10.00 - 16.00 Uhr

Geschäftsbedingungen 

Impressum

Briefe 1914-1924
Suhrkamp   
124,- EUR
Die Wupper. 
Reclam,  4,10 EUR
Liebesgedichte 
Insel
5,- EUR
Else Lasker-Schüler.  Selbstzeugnisse und Bilddokumenten
Rowohlt 7,50 EUR
Mein Herz. 
Insel 
8,00 EUR
Biographie: Else Lasker-Schüler 1869-1945

Elisabeth Schüler wurde als Tochter des jüdischen Privatbankiers Aaron Schüler und seiner Frau Jeanette in Wuppertal geboren. Nach ihrer Heirat mit dem Arzt Bethold Lasker zog sie nach Berlin. Dort machte sie die Bekanntschaft mit der literarischen Bohéme in Berlin, besonders mit Peter Hille und veröffentlichte ihre ersten Gedichte und Zeichnungen. Nachdem sie ihren Mann verlassen hatte, bekam sie ihren Sohn Paul, dessen Vater unbekannt ist. Else Lasker-Schüler `s Gedichte sind vom Expressionismus geprägt. Sie schloss Freundschaft mit Gottfried Benn und Rudolf Steiner und heiratete Herwarth Walden, den späteren Herausgeber der Zeitschrift "Der Sturm". Mit dem Tod ihres engsten Freundes Peter Hille begann Lasker-Schüler mit einer Selbstmystifizierung, die ihr späteres Werk prägte. Sie wurde eine der ersten Performance-Künstlerinnen. 1909 wurde das Schauspiel "Die Wupper" aufgeführt. Nach der Scheidung von Walden erschien der Briefroman "Mein Herz", in dem sie die zeitgenössische Bohéme schilderte. Mit der Gedichtsammlung "Hebräische Balladen" versuchte sie die Neuschaffung eines hebräischen Mythos. Sie selbst bezeichnete sich als "Prinz von Theben" und wohnte postlagernd im Hotel Koschel in der Motzstraße in Berlin-Schöneberg.  Als Prinz verkleidet spazierte sie durch die Straßen Berlins und sprach und tanzte ihre Texte im Cafe des Westens. Ihr Freund Franz Marc, den sie "Der blaue Reiter" nannte, starb im Ersten Weltkrieg. 1927 starb auch ihr Sohn und sie zog sich zunehmend zurück. Insbesondere der Wiener Publizist Karl Kraus unterstützte sie. 1932 erhielt sie den Kleistpreis für ihr Gesamtwerk. Nach öffentlichen Angriffen emigrierte sie 1933 nach Palästina. Ihr letzter Gedichtband "Mein blaues Kleid" erschien in Jerusalem, wo sie am 22. Januar 1945 einsam und verarmt starb. 

Else Lasker-Schüler gilt heute als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und wichtige Repräsentantin des Expressionismus.